Mitteilung Wassersparen
Zu Beginn des Sommers erleben wir eine außergewöhnliche Wetterlage in Form einer starken Hitzewelle. Eine anhaltende Trockenheit und wiederkehrende Bise-Ereignisse verstärken den Wasserstress für Bevölkerung und Vegetation zusätzlich, was zu Rekordwerten beim täglichen Wasserverbrauch führt.
Die Situation bei der Trinkwasserversorgung durch CEFREN bleibt stabil, auch wenn das System rund um die Uhr ausgelastet ist. Die Bedenken von CEFREN betreffen den Wassertransport, insbesondere für bestimmte Gebiete, die nicht direkt an das eigene Netz angeschlossen sind.
Da noch nicht absehbar ist, wie lange diese Situation andauern wird, möchten wir Ihnen die folgende Empfehlung geben, die darauf abzielt, den sogenannten „Komfortverbrauch“ zu stabilisieren oder sogar zu senken, um für die kommenden Tage vorzusorgen und gegebenenfalls strengere Einschränkungen zu vermeiden.
Wir empfehlen Ihnen daher, die Einwohner*innen, die Verwaltungsstellen und die Unternehmen Ihrer Gemeinde aufzufordern, ihren Verbrauch zu senken. Mit den folgenden Massnahmen lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen:
- Bewässerung der Gärten (1): Nur bei Bedarf und entweder sehr früh morgens (5–6 Uhr) oder spät abends (ab 22 Uhr) durchführen. Die Pflanzen gezielt mit der Giesskanne giessen, den Einsatz von Schläuchen sowie automatischen oder manuellen Bewässerungssystemen vermeiden.
- Bewässerung von Gärten (2): Den Rasen nicht bewässern, er braucht es nicht.
- Bewässerung von Plätzen und Flächen: Vermeiden Sie jegliche Bewässerung von Plätzen und Flächen zum Zwecke der Kühlung.
- Autowaschen: Waschen Sie die Fahrzeuge nicht; oberflächlicher Staub hat keinerlei Auswirkungen auf deren Lebensdauer. Wenn eine Reinigung unbedingt erforderlich ist, verwenden Sie einen Eimer und einen Schwamm.
- Reinigung von Utensilien und Geräten: Ohne Wasser (mit Bürsten usw.) oder mit einer Bürste und einem Eimer Wasser reinigen.
Duschen, Baden und die Toilette machen mehr als 50% des Wasserverbrauchs im Haushalt aus
- Badezimmer und Körperpflege: Kurze Duschen (1 bis 2 Minuten) bevorzugen, auf Baden verzichten.
- Toilette: Da das Spülwasser 1/3 des Gesamtverbrauchs eines Haushalts ausmacht, bedeutet jede manuelle Unterbrechung des Spülvorgangs eine Wassereinsparung.
- Waschbecken: Lassen Sie das Wasser nicht ununterbrochen laufen, wenn Sie sich die Hände waschen, rasieren oder die Zähne putzen.
- Küche: Verwenden Sie vorzugsweise den Geschirrspüler statt von Hand zu spülen.
Neben diesen Einsparungsvorschlägen könnte es nützlich sein daran zu erinnern, dass jegliche Manipulation eines Hydranten durch Privatpersonen verboten ist.
Gesundheitsinformationen
Das KAA erinnert daran, dass sehr hohe Temperaturen bei älteren Personen, Kleinkindern, Schwangeren, chronisch Kranken sowie Personen, die im Freien arbeiten oder sich sportlich betätigen, zu gesundheitlichen Komplikationen führen können.
In Hitzeperioden ist es ratsam:
- genügend zu trinken und dabei alkohol- und koffeinhaltige sowie stark gezuckerte und gekühlte Getränke zu meiden;
- die Räume am frühen Morgen gut durchzulüften und dann direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden (Läden schliessen und Storen herunterlassen);
- die Fenster während der wärmsten Stunden des Tages zu schliessen;
- sich im Schatten oder in gut belüfteten bzw. klimatisierten Räumen aufzuhalten;
- geeignete Kleidung zu tragen (leicht und bequem, helle Farben);
- niemals eine Person oder ein Tier in einem geschlossen Fahrzeug warten zu lassen.
Zudem sollte zu älteren oder isoliert lebenden Personen vermehrt Kontakt aufgenommen werden. Weitere Informationen finden Sie unter der Website des SMC.
Bei starker Hitze kann das Arbeiten in Gebäuden und im Freien gefährlich für die Gesundheit werden. Spezifische Empfehlungen für Arbeitnehmerinnen und -nehmer sowie für Unternehmen gibt das Amt für den Arbeitsmarkt auf seinem Internetportal..
Die Symptome eines Hitzschlages
Mögliche Symptome eines Hitzeschlages sind: Schwächegefühl, Verwirrung, Schwindel, Übelkeit oder Muskelkrämpfe. In diesem Fall muss rasch gehandelt werden: der betroffenen Person zu trinken geben, für Erfrischung sorgen und einen Arzt rufen. Das KAA verfolgt die Situation aufmerksam. Bei jeder Hitzewellenwarnung durch MeteoSchweiz verschickt es gezielte Informationen an die verschiedenen Partnerinnen und Partnern, die sich um Risikopersonen kümmern.
Wann spricht man von Hitzewelle?
Laut MeteoSchweiz liegt eine Hitzewelle vor, wenn die mittlere Tagestemperatur (Tmean) an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 25°C beträgt.